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Pressemitteilungen






Geflüchtete werden "Fit für den Rechtsstaat"

Dietzenbach nutzt das Programm der hessischen Justiz

Flüchtling im Interview mit dem hr
Flüchtling im Interview mit dem hr
Geflüchteter im hr-Interview

Von Seiten der Justiz wird die Integration der Geflüchteten in die Gesellschaft im Zuge des Programms „Fit für den Rechtsstaat – Fit für Hessen!“ unterstützt. Das Programm gibt Flüchtlingen in sogenannten „Rechtsstaatsklassen“ Starthilfe in den Rechtsstaat.

Dies ist eine Kooperation zwischen Justiz und den hessischen Kommunen. So auch mit der Kreisstadt Dietzenach, in der das erste Modul der "Rechtssaatsklasse" mit 15 Teilnehmern gut besucht war.

Rechtsstaatsklasse Flüchtlinge
Koordiniert & Begleitet haben das Projekt u.a. (v.l.n.t.) Erster Stadtrat Dr. Dieter Lang, Dr. Gerd Wendtland (Flüchtlingshilfe Dietzenbach), Sonja Hoffmann (Integrationsbeauftragte), Christoph Eckert (Richter am Offenbacher Amtsgesicht) sowie Manfred Hanke und Corinna Weigand (städtische Projektstelle Flüchtlinge)
"Ft für den Rechtsstaat"

Christoph Eckert (dritter von rechts) ist Richter am Offenbacher Amtsgericht und einer der Dozenten bei dem Programm. Er war am 01. März 2017 erstmals in dieser Funktion im Haus der Integration an der Justus-von-Liebig-Straße aktiv.

Gemeinsam mit der Dolmetscherin Hazar Azzeh-Jaarah, die den Inhalt ins arabische übersetzte, brachte Eckert mit viel Engagement und Überzeugung in seiner Stimme die teils komplexen Themen den aufmerksamen Geflüchteten näher. Auch viele Fragen wurden gestellt und beantwortet.

Insgesamt haben sich in Dietzenbach über 80 Personen für das freiwillige Angebot gemeldet. Erster Stadtrat Dr. Dieter Lang zeigt sich zufrieden und dankbar für das Angebot und die gute Kooperation mit der Landesbehörde.

Insgesamt sechs Module

Erster Stadtrat Dr. Dieter Lang
Erster Stadtrat Dr. Dieter Lang im Interview mit dem Hessischen Rundfunk
Erster Stadtrat Dr. Dieter Lang

In insgesamt sechs Modulen werden Grundwerte, etwa die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Religionsfreiheit oder die Gewaltenteilung erklärt, Fragen des Strafrechts, des Asylverfahrens und des Aufenthaltsrechts vorgestellt und praktische Hinweise zum Familienrecht und Zivilrecht gegeben.

Diese Rechtsstaatsklassen sollen dabei helfen, dass Geflüchtete sich besser in unserem Rechts- und Wertesystem zurechtfinden. Sie sollen aber auch sehr deutlich die Grenzen aufzeigen, die der Rechtsstaat vorgibt.

Das Interesse ist nicht nur bei den Geflüchteten groß. Auch die Presse, u.a. der Hessische Rundfunk, war mit Reakteuren vor Ort und führten Interviews durch.

Landesweit haben sich weit über 300 Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger an 78 Justizstandorten bereit erklärt, freiwillig als Dozentin oder Dozent an dem Programm teilzunehmen, heißt es seitens des Hessischen Justizministeriums.

Die Kurse nebst Unterrichtsmaterialen (Curriculum und Rechtsstaats-comic) werden von der Justiz kostenlos angeboten. Diese Unterlagen werden derzeit in den Sprachen Deutsch, Englisch, Dari, Arabisch und Pashto, angeboten.

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