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Archive sichern Wissen für die Nachwelt

Eine Arbeit nicht für die Vergangenheit, sondern für die Zukunft

Personenstandsregister
Personenstandsregister
Personenstandsregister

Der Begriff „Archiv“ weckt in der Regel die nur sehr unklare und diffuse Vorstellung von einer Ansammlung alter bis uralter verstaubter und vergilbter Schriftstücke. Warum und wieso diese auch noch aufbewahrt werden, erschließt sich nicht jedem.

Daher hier ein Plädoyer für das Archiv von unerer Archivarin Jutta Kuchinka. Unter einem Archiv im klassischen Sinne versteht man die Einrichtung einer öffentlichen Körperschaft, wie beispielsweise die Stadt Dietzenbach, die das dort entstandene Schriftgut aufbewahrt. Dieses Schriftgut wird für den laufenden Geschäftsgang nicht mehr benötigt, ist aber aus rechtlichen oder kulturellen Gründen weiterhin aufzubewahren. Ursprünglich war die Aufgabe des Archivs die Aufbewahrung von Verwaltungsschriftgut zur Rechtssicherung. Später kam die Idee hinzu, auch der wissenschaftlichen, historischen oder kulturellen Forschung zu dienen.

alte Archivunterlagen
alte Archivunterlagen
alte Archivunterlagen

Ein Archiv gehört zu den Grundpfeilern eines demokratischen Gemeinwesens. Die Bürger sollen die Möglichkeit haben, das Verwaltungshandeln anhand von Akten nachzuvollziehen. Dies geschieht selbstverständlich unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen.

Historisches Erbe bewahren

Regal im Stadtarchiv
Regal im Stadtarchiv
Regal im Stadtarchiv

Die Stadtarchive bewahren das historische Erbe in Form von einzigartigen Schriftstücken, vermitteln es in der Gegenwart und geben es in die Zukunft weiter. Sie sind das zentrale Gedächtnis und der historische Informationsspeicher der lokalen Gesellschaft. Städtisches Leben, politisches und kulturelles Geschehen, wirtschaftliches und soziales Handeln können hier dauerhaft, transparent und im Detail nachempfunden werden.

Ungeordnete Archivalien
Unordnung
Archivalien vor der Ordnung

Und so werden neben Verwaltungsdokumenten auch lokale Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren von Firmen, Vereinen, Kirchen sowie Parteien gesammelt. Diese Publikationen spiegeln das Leben der heutigen Kreisstadt wieder und zeigen eine Sicht auf die Entwicklung. Vereinschroniken, Jubiläumsschriften, Stadtpläne, Informationen über Feste und besondere Ereignisse in Dietzenbach werden dort aufbewahrt.

Einige Beispiele gefällig?

Materialien für den Geschichtsunterricht
Materialien für den Geschichtsunterricht
Schätze im Archiv

Wie sah die Gemarkung Dietzenbach 1844 aus? Was wurde in der Generalversammlung des evangelischen Frauenvereins von 1928 besprochen? Welche Gewerbebetriebe siedelten sich im Jahre 1902 in Dietzenbach an? Was beinhaltete der Ratgeber für Frauen aus dem Jahre 1989? Wie unterschied sich das Vereinsleben in Dietzenbach von 1980 zu heute? Welche Vereine gab es und was wurde angeboten?

Der Veranstaltungskalender von beispielweise 1982 gibt Aufschlüsse über das kulturelle Leben in Dietzenbach. Oder wer erinnert sich noch an die Konzerte und Ausstellungen im Rathaus von 1979 bis 1988? Oder an die Filme, die 1987 im Kino D gezeigt wurden?

Stadtwegweiser aus 1992
Stadtwegweiser aus 1992
Stadtwegweiser aus 1992

Was waren die ersten Veranstaltungen im Bürgerhaus im Jahre 1988? Ein Jahr zuvor feierte der Kindergarten Friedensstraße sein 25-jähriges Bestehen. Vom Kindergarten zu den Ferienspielen bis zum Programm des Jugendzentrums – all das ist in diversen Publikationen im Archiv festgehalten.

Oder auch spannend: wer kennt sie noch, die Verkaufsprospekte der Bauträger und die Wohnungsbauprogramme aus den 1970iger und 80iger Jahren? Oder die Stadtwegweiser der einzelnen Jahre?

Kurzer Einblick in die Archivarbeit

Jutta Kuchinka
Jutta Kuchinka

Die Aufgabe von Jutta Kuchinka, der städtischen Archivarin, ist es, die Akten der Verwaltung, die für die tägliche Verwaltungsarbeit nicht mehr benötigt werden, aufzubereiten, in einer Datenbank zu erfassen und für Besucher (unter Beachtung der sehr hohen datenschutzrechtlichen Regelungen) zugänglich zu machen.

Nach einer groben Schätzung lagern im Archiv um die 13.000 Schriftstücke, die in ca. 7000 Datensätzen erfasst sind. In früheren Zeiten erfolgte die Katalogisierung mittels Karteikarten, seit 2007 verfügt das Stadtarchiv über eine spezielle Software. Über diese Datenbank können Anfragen schnell beantwortet bzw. die gesuchten Schriftstücke vorgelegt werden.

Wichtig ist auch die Verpackung in alterungsbeständigen Kartons sowie die fachgerechte Lagerung im Magazinraum. Dieser ist im Untergeschoss des Museums für Heimatkunde und Geschichte untergebracht. So überdauern die historischen Schätze hoffentlich die nächsten Jahrhunderte, wie auch unser ältestes Dokument aus dem Jahre 1548.

Verwaltungen und Behörden, Wissenschaftler, Schüler, Studierende, Heimat- und Familienforscher freuen sich immer wieder über das umfangreiche und wertvolle historische Material in unserem Stadtarchiv. Archive sind Schatzkammern der Vergangenheit, die es sich zu pflegen lohnt.

Seit Januar 2009 ist durch eine Gesetzesänderung eine neue, zuvor nur schwer zugängliche Quelle für Genealogen im Archiv einsehbar. Die bei den Standesämtern verwahrten Personenstandsregister werden nach Ablauf der festgelegten Verwahrungsfristen (Geburtenregister nach 110 Jahren, Heiratsregister nach 80 Jahren und Sterberegister nach 30 Jahren) nun durch die Archive übernommen. Familienforscher erhalten somit Einblicke in die Geburts-, Heirats- und Sterbebücher ab 1876.

Das Bewahren von Informationen ist zwar eine nach außen wenig sichtbare, aber dennoch unverzichtbare Aufgabe. Eine Verwaltung kann auf Dauer nicht ohne ein funktionierendes Archiv arbeiten. Es wird gerne vom Archiv als „Gedächtnis der Stadt“ gesprochen. Der Aufbau eines Stadtarchivs gilt als Investition für die Zukunft, die vorzugsweise den nachfolgenden Generationen zugutekommen wird. Denn Archive ermöglichen der Gegenwart die Begegnung und die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.

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