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Achtung! Krötenwanderung hat begonnen

„Wald- & Forstwirtschaftswege sind für den Straßenverkehr gesperrt“

Amphibienwanderung
Achtung! Amphibienwanderung
Achtung! Amphibienwanderung

„Immer häufiger berichten im Frühjahr Presse, Rundfunk und Fernsehen über das große Massensterben auf unseren Straßen. Das dürfte wohl das einzige Mal im Jahr sein, das wir etwas vom Doppelleben der einheimischen Amphibien erfahren“ führt der Dietzenbacher Naturschützer Rudolf Keil in die Thematik ein.

Es ist erstaunlich, aber von unseren Amphibien leben die meisten während der überwiegenden Zeit des Jahres an Land. Das Wasser wird von ihnen lediglich zur Fortpflanzung aufgesucht. Besonders typisch zeigt sich das für die beiden Frühlaicher, den Grasfrosch und die Erdkröte. Beide leben das Jahr über in Wäldern, Gebüschen, Wiesen und zum Teil im Siedlungsbereich der Menschen. Dort führen sie eine versteckte Lebensweise. Dabei bleiben beide dem Umfeld ihres Geburtsortes treu. Von der Erdkröte weiß man z.B. dass sie sich nicht viel weiter als 2 km von ihm entfernt.

Mit Beginn des Herbstes wandern Grasfrosch und Erdkröte allmählich wieder zu ihren angestammten Laichplätzen zurück. Während sich die Erdkröte zur Überwinterung in der näheren Umgebung des Laichgewässers vorbereitet, dringt der Grasfrosch sogar bis in dieses vor.

Der Grasfrosch wurde zum Lurch 2018 gekürt

Grasfrosch
Grasfrosch
© Rudolf Keil

Dank seiner großen Anpassungsfähigkeit ist der Grasfrosch unser häufigster Frosch. Trotzdem gehen auch die Bestände des Grasfroschs langsam zurück. 2018 wurde er zum Lurch des Jahres gekürt. Mit etwas Übung lassen sich die drei heimischen Braunfroscharten bereits an ihrer Grundgestalt erkennen. Der Springfrosch zum Beispiel ist vergleichsweise schlank und hat eine spitze Schnauze, der Grasfrosch hat eine eher runde Schnauze und der Moorfrosch ist der kleinste der drei. Hautfarbe und -muster sind eher ungeeignet, gerade der Grasfrosch besitzt ein großes Farbspektrum.

Starke Amphibienbewegungen finden in Dietzenbach, je nach Wetterlage, am Oberröder Weg, Angelteich Messenhäuser Straße und auf dem Forstweg am Wollwiesenteich statt.

Jetzt in den Abend und Nachtstunden sind wieder viele Grasfrösche aber in der großen Überzahl die Erdkrötenpaare unterwegs, um an den Ort ihrer Geburt zurückzukehren und abzulaichen. Vom Instinkt geleitet, nehmen sie alle Jahre den gleichen Weg um an ihren Teich zu gelangen. Auf der Straße, die sie dorthin überqueren müssen, werden ihnen Kraftfahrtzeugen oft zum Verhängnis was man am nächsten Tag leider feststellen muss. Die Männlichen Erdkröten bleiben die ganze Nacht auf der Straße sitzen und warten auf ein Weibchen.

Die Wanderung hat begonnen

Krötenwanderung
Das größere Weibchen trägt ihren männlichen Partner auf dem Rücken (Foto: Rudolf Keil)
Amphibienwanderung

Der Beginn der Wanderung wird durch die innere Uhr der Tiere sowie die Außentemperatur (etwa 5-7°) gesteuert. Die einzelnen Arten haben sich in ihrer Lebensweise und Fortpflanzung an die unterschiedlichen Lebensräume angepasst und bevorzugen ja nach Art spezifische Gewässertypen. So reicht das Spektrum der Laichgewässer von den Wassern gefüllter Wagenspur bis zum See.

Bei einsetzen der Dämmerung machen sich die Amphibien auf den Weg zu ihrem Geburtsort. Mit der Rückkehr zeigt sich ein Verhalten, das sich im Verlauf von vielen hunderttausend Jahren entwickelt hat, weil es fast immer erfolgreich war. Beim Beobachten der Erdkröten sieht man in der Nähe von Weihern, wie die Männchen, (sie sind immer in der Überzahl), nach Weibchen Ausschau halten. Trifft ein Männchen auf ein Weibchen, so klettert es sofort darauf. Fortan sitzt er auf ihrem Rücken und lässt sich von ihr tragen. Er klammert sich dabei mit seinen Daumenschwielen hinter den Vorderbeinen des Weibchens. Kaum am See angelangt, springt das Weibchen, mit dem Männchen auf dem, Rücken ins kalte Wasser. Auf dem Grund angelangt, legt das Weibchen Meterlange, mit Eiern (etwas 5-6000) gefüllte Schnüre ab, die sofort von dem darauf sitzendem Männchen besamt werden.

Nach der Besamung entlässt er das Weibchen aus dem Klammergriff und versucht erneut, ein zweites Weibchen zu packen. Frösche dagegen legen ihren Laich in Ballen ab. Molche heften ihre Eier einzeln an Wasserpflanze, wobei der Laich zum Schutz vor Fressfeinden in Blätter eingewickelt wird.

Bei den aus dem Laich geschlüpften Kaulquappen entwickeln sich zunächst die Vorderbeine und dann die Hinterbeine. Mit der Rückbildung des Schwanzes ist die Metamorphose der Froschlurche abgeschlossen. Die Jungtiere gehen dann an Land und kehren in der Regel erst nach 2-3 Jahren zur Fortpflanzung wieder an die Laichgewässer zurück.

Sie laufen vorwiegend in den Abend- und Nachtstunden

Absperrung Amphibienwanderung
Absperrung am Wollwiesenteich (Foto R. Keil)
Absperrung

Jetzt in den Abend und Nachtstunden sind wieder viele Grasfrösche aber in der großen Überzahl die Erdkrötenpaare unterwegs, um an den Ort ihrer Geburt zurückzukehren und abzulaichen. Vom Instinkt geleitet, nehmen sie alle Jahre den gleichen Weg um an ihren Teich zu gelangen. Auf der Straße, die sie dorthin überqueren müssen, werden ihnen Kraftfahrtzeugen oft zum Verhängnis was man am nächsten Tag leider feststellen muss.

Die Männlichen Erdkröten bleiben die ganze Nacht auf oder an der Straße sitzen und warten auf ein Weibchen.

Vornehmlich in den Abend- und Nachstunden kreuzen Frösche und Kröten in der Nähe von Gewässern die Wege und Straßen, um zu ihren Laichplätzen zu gelangen. Insbesondere Berg- und Teichmolche sind gehäuft unterwegs. Zwei besonders kritische Bereiche sind die Wald- und Forstwirtschaftswege beim Wollwiesenteich in der westlichen Gemarkung Dietzenbachs sowie der Urberacher Weg im Süden. Hier sind die Verkehrszeichen „Gefahrenstelle“ mit dem Zusatzzeichen „Krötenwanderung“ aufgestellt.

Der städtische Fachbereich Sicherheit und Ordnung weist darauf hin, dass diese Wege generell für den öffentlichen Verkehr gesperrt sind, also nur von land- und forstwirtschaftlichem Verkehr sowie Anliegern befahren werden dürfen. Die Stadtpolizei wird während der Zeit der Amphibienwanderung verstärkt Kontrollfahrten durchführen.

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