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„Brutzeit und Setzzeit“ beginnt!

Bürgermeister Jürgen Rogg appelliert: "Hunde in Wald und Feld nicht frei laufen lassen!"

Hunde anleinen
Hunde während der "Setz- und Brutzeit" anleinen!
Hunde anleinen!

Vom 1. März bis 15. Juni jeden Jahres dauert die so genannte „Brutzeit und Setzzeit", in der die Wildtiere ihren Nachwuchs zur Welt bringen und aufziehen. In dieser Zeit stellen frei laufende Hunde eine besondere Gefährdung und Beunruhigung für Wildtiere und deren Nachwuchs dar (nähere Erläuterung s. u.).

In seiner Eigenschaft als Vorsteher der Dietzenbacher Jagdgenossenschaft appelliert Bürgermeister Jürgen Rogg erneut an die Einsicht der Hundehalterinnen und -halter.

„Nehmen Sie darauf Rücksicht und nehmen Sie ihre Hunde in der Wald- und Feldgemarkung an die Leine. Lassen Sie Ihre Hunde auf den Wegen oder am direkten Wegesrand laufen. Die Kontrollen durch die Stadtpolizei werden wir in diesem Jahr erhöhen.“

In Naturschutzgebieten müssen Hunde grundsätzlich angeleint werden. Auch müssen Hundehalter den Hund jederzeit unter Kontrolle haben, auch wenn es für Dietzenbach keine generelle Anleinpflicht für Hunde in der Wald- und Feldgemarkung gibt.

„Es ist mir unerklärlich“, so Bürgermeister Rogg, „mit welcher Ignoranz manche Hundehalter sich darüber hinwegsetzen bzw. ihren Einfluss auf ihren Hund komplett überschätzen.“ Jedes Jahr werden Wildtiere von Hunden gerissen oder zu Tode gehetzt. Manchmal bekommen es die Hundehalter gar nicht mit, da ihr Hund mal eben für einige Zeit im Wald verschwindet. „Dies ist nicht tolerierbar“, so Rogg weiter.

Hundehalter machen sich strafbar

Denn die Hessische Gefahrenabwehrverordnung regelt das Halten und Führen von Hunden und schreibt in § 1. Abs. 1 vor: „Hunde sind so zu halten und zu führen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht.“

Herumstreunende Hunde – und auch Katzen – können von Jagdpächtern und Forstbeamten in Wald und Feld abgeschossen werden, wenn erkennbar kein Halter in der Nähe ist. Im Extremfall sind Jäger nach dem Bundesjagdgesetz sogar berechtigt, trotz anwesender Begleitperson auf wildernde Hunde zu schießen, wenn diese sich offenkundig der Einwirkung ihres Besitzers entzogen haben. In jedem Falle ist es strafbar, wenn der Halter es zulässt bzw. nicht in der Lage ist, es zu unterbinden, dass sein Hund hinter Wild herjagt.

Die „Brut- und Setzzeit“

Durch den ständig wachsenden Siedlungsdruck und die räumliche Nähe der menschlichen Siedlungen werden die Rückzugsgebiete für freilebende Tiere immer kleiner und störanfälliger, insbesondere, wenn sie mit der Brut oder der Aufzucht ihrer Jungen beschäftigt sind.

So können beispielsweise Rehe und Hasen, aber auch Bodenbrüter wie Rebhühner, Fasane und Enten, bei Störungen durch Menschen oder freilaufende Hunde von ihrem Nachwuchs bzw. ihren Gelegen getrennt werden, die dann schnell auskühlen oder aber leicht den Hunden oder natürlichen Feinden zum Opfer fallen. Allerdings sollen scheinbar „verwaiste“ Junghasen oder Rehkitze keinesfalls angefasst werden, denn wenn dem Nachwuchs plötzlich menschlicher Geruch anhaftet, könnten die Elterntiere ihre Jungen tatsächlich verstoßen.

Daher ist gerade während der „Brut- und Setzzeit“ im Frühjahr besondere Rücksicht auf die freilebenden Tiere zu nehmen. Der Magistrat bittet um Verständnis und Beachtung.

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