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Inklusion bei der Stadtverwaltung

Gleichberechtigtes Miteinander wird gefördert

Rathaus
Das Dietzenbacher Rathaus am Europaplatz
Rathaus am Europaplatz

Mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist Inklusion zu einem großen Thema geworden.

Das Konzept der Inklusion beschreibt eine Gesellschaft, in der jeder Mensch akzeptiert wird und gleichberechtigt und selbstbestimmt an dieser teilhaben kann. Die Grenzen zwischen behindert und nichtbehindert sollen aufgelöst werden. Sie steht für ein buntes, lebendiges Arbeitsklima und für eine soziale Unternehmenskultur.

Auch in der Stadtverwaltung der Kreisstadt Dietzenbach und der städtischen Betriebe wird versucht, diesen hohen Anspruch eines gleichberechtigten Miteinanders umzusetzen. Behinderte und nichtbehinderte Menschen arbeiten in allen Fachbereichen und Betrieben zusammen.

Vorbildfunktion als Arbeitgeber

Arbeitgeber, die über mindestens 20 Arbeitsplätze verfügen, haben auf wenigstens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Diese Pflicht bezieht sich auf schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen und ist vom Gesetzgeber im Sozialgesetzbuch geregelt.

Die Stadtverwaltung Dietzenbach beschäftigen aktuell 43 schwerbehinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50. Die Beschäftigungsquote von behinderten Menschen liegt demnach bei 8,5 Prozent.

Zur Verbesserung der persönlichen Arbeitssituation der Beschäftigten sind die Schreibtische größtenteils höhenverstellbar, die Büroarbeitsstühle sind teils behindertengerecht, mindestens jedoch gesundheitsgerecht. Das Rathaus ist barrierefrei, es gibt keine Stufen zu überwinden und die Haupttüren öffnen sich automatisch. Der Lift sagt das Stockwerk an, was auch sehbeeinträchtigte Menschen hilft.

Einen hohen Stellenwert genießt in der Stadtverwaltung auch die Gesundheitsförderung. Hier werden beispielsweise Präventionskurse in „Rückenfit“ angeboten. Auch der jährliche Gesundheitstag mit vielen Angeboten ist beliebt und gut frequentiert.

Die Aufgabe ist es, für sichere und gesundheitsverträgliche Arbeitsbedingungen zu sorgen. Diese werden erzielt, indem alle Beteiligten zusammenarbeiten. Jeder Arbeitnehmer kann an einem geeigneten Arbeitsplatz seine volle Leistung bringen. Eine Behinderung soll keine Barriere im Beruf sein.

Die Stadtverwaltung Dietzenbach nimmt durchaus eine Vorbildfunktion durch die hohe Beschäftigungsquote, die angebotenen Präventionsmaßnahmen, die Investitionen für die Gestaltung der Arbeitsplätze und die sehr gute Zusammenarbeit mit der Schwerbehindertenvertretung ein.

Wichtiger Partner für behinderte Menschen

Die Schwerbehindertenvertretungen können nicht alles ändern - aber einiges!

Ein wichtiges Organ für Beschäftigte ist die Schwerbehindertenvertretung (SBV). Sie hat die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben zu fördern und deren Interessen zu vertreten. Die Schwerbehindertenvertretung ist der Partner für behinderte Menschen im Beruf.

Eine Schwerbehindertenvertretung wird gewählt, wenn in einer Dienststelle wenigstens fünf Menschen mit Behinderungen nicht nur vorübergehend beschäftigt sind.

Zusätzlich zum täglichen Arbeitspensum teilen sich vier Personen die Aufgaben der SBV in der Stadtverwaltung Dietzenbach und ihren Betrieben. Dazu zählen unter anderem die Überwachung geltender Gesetze, Verordnungen und Vereinbarungen zugunsten der schwerbehinderten Menschen, die Ausgestaltung barrierefreien und behindertengerechter Arbeitsplätze.

Die Vertretung steht den behinderten Beschäftigten beratend zur Seite, hilft beispielsweise bei Anträgen auf Feststellung einer Behinderung sowie bei der Beantragung von Hilfen zur Teilhabe am Arbeitsleben bei den zuständigen Trägern. Dies kann von der Ausstattung des Arbeitsplatzes bis hin zu Lohnzuschüssen gehen.

Wichtige Tätigkeitsfelder sind zudem Einstellungen, Umsetzungen, Versetzungen und Kündigungen. Außerdem muss sie frühzeitig und umfassend informiert und beteiligt werden, sobald schwerbehinderte Kolleginnen und Kollegen in Arbeitsplatzkonflikte geraten und ihr Arbeitsverhältnis dadurch in Gefahr gerät.

Für die vielfältigen Aufgaben bilden sich die Vertreter ständig weiter. Sie werden hierfür im erforderlichen Umfang vom Arbeitgeber unterstützt.

Teilhabe durch Qualifikation

Die Teilhabe am Arbeitsleben erfordert heute umfassende Qualifikation und Belastbarkeit.

Ist die Leistungsfähigkeit durch eine Behinderung eingeschränkt, so können Beschäftigte beispielsweise das „Jobcoaching“ in Anspruch nehmen. Hierbei handelt es sich um ein betriebsintegriertes zeitlich begrenztes Arbeitstraining. Es wird am Arbeitsplatz durchgeführt. Der Coach unterstützt die schwerbehinderten Beschäftigten, damit sie selbständig und kompetent arbeiten können.

Das Angebot vom Integrationsamt des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen wird auch in der Stadtverwaltung Dietzenbach wahrgenommen.


http://www.facebook.com/pages/Stadtportal-Dietzenbach/183323078473124?ref=hl
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