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Interessante Informationen zu denkmalgeschützten Objekten und Ensembles in Dietzenbach und der Region finden Sie unter www.steine-in-der-dreieich.de

Steine gegen das Vergessen – „Stolpersteine“ in Dietzenbach

Stolpersteine
Gunter Demnig verlegt den ersten "Stolperstein" für das Euthanasie-Opfer Elisabethe Ebert an der Babenhäuser Straße
Gunter Demnig

Wie in vielen anderen deutschen Städten und Gemeinden wurden auch in der Kreisstadt Dietzenbach so genannte „Stolpersteine“ zur Erinnerung an die von den Nazis verfolgten Bürgerinnen und Bürger verlegt. 

Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde Dietzenbach flüchteten nach Beginnder Nazi-Herrschaft im Jahr 1933 vor dem Nazi-Terror aus ihren Heimatort in die Anonymität der Großstädte Offenbach und Frankfurt. Den meisten von ihnen gelang schließlich die Auswanderung nach Amerika, einige von ihnen verloren aber in den Vernichtungslagern der Nazis ihr Leben.

Beginnend im Jahr 2006 wurden insgesamt 23 Steine an acht Standorten im Stadtgebiet zum Gedenken an die ehemaligen Mitbürger durch den Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt. Die letzte Verlegung fand im Jahr 2016 statt.

Standorte der Stolpersteine

Bahnhofstr. 71
Schmidtstr. 12
Babenhäuser Str. 29
Bahnhofstr. 13
Schäfereck 1
Darmstädter Str. 43
Darmstädter Str. 57
Platz der Republik 4

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Künstler und Projekt

Der im Jahr 1947 in Berlin geborene und dort aufgewachsene Künstler Gunter Demnig erlangte europaweite Bekanntheit durch seine "Stolpersteine", die er seit 1996 zur Erinnerung an Opfer aus der Zeit des Nationalsozialismus verlegt. Sie sollen an Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus deportiert wurden und meist dem Holocaust zum Opfer fielen. Die Steine, die auf der Oberseite kleine Messingplatten mit den Namen der Opfer tragen, verlegt er vor deren einstigen Wohnungen im Straßen- oder Gehwegpflaster. 

Das Projekt "Stolpersteine" ist mit ca. 75.000 Steinen in 1.265 deutschen Kommunen und in 24 Staaten Europas seit Jahren das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Das Urheberrecht im umfassenden Sinn liegt für die Stolpersteine einzig und ausschließlich nur bei Gunter Demnig persönlich.


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Weitere Infos zur jüdischen Gemeinde Dietzenbach

Ausführliche Informationen über die jüdische Gemeinde Dietzenbach sowie über Dietzenbach unter dem Nazi-Regime bietet die 1995 erschienene „Chronik der Kreisstadt Dietzenbach“ von Gisela Rathert und Detlev Kindel. Das reich illustrierte Buch hat einen Umfang von 480 Seiten und ist bei den Dietzenbacher Buchhandlungen sowie bei der städtischen Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zum Preis von 18,- € erhältlich.


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