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Einsatz gegen den Eichenprozessionsspinner

Die Städtischen betriebe informieren

Eichenprozessionsspinner
Mit einem Befall durch den Eichenprozessionsspinner ist in diesem Jahr im Stadtgebiet wieder zu rechnen.
Eichenprozessionsspinner

Thaumetopoea processionea ist sein wissenschaftlicher Name. Wir kennen ihn als Eichenprozessionsspinner und er kann uns auch in diesem Jahr das Leben schwer machen. Eigentlich ist er im Süden beheimatet. Begünstigt durch den Klimawandel wandert er immer weiter nach Norden. Deshalb ist seit 2006 zwischen März und Juni auch in Dietzenbach der Kampf gegen den Schädling angesagt. Denn seine Raupen sind übersät mit kleinen Härchen, die bei Hautkontakt einen juckenden Ausschlag und eventuell weitere allergische Reaktionen - insbesondere der Atemwege – verursachen können.

Vorbeugende Behandlung und akute Bekämpfung

Weil die natürlichen Fressfeinde wie Kuckuck oder Laufkäfer das Problem erst nach und nach beseitigen, helfen die Städtischen Betriebe jedes Jahr nach. „Vorbeugend werden Anfang Mai die gefährdeten Eichen auf den öffentlichen Flächen im Stadtgebiet gespritzt“, so Christine Kummerow von der Abteilung Umwelt & Forst. Das eingesetzte biologische Bekämpfungsmittel dient zum Schutz im Acker-, Obst-, Gemüse-, Wein- und Zierpflanzenbau. Nimmt der Schädling es auf, tritt ein sogenannter Fraßstopp ein. Die Raupen können keine Schäden mehr anrichten. „Das Mittel ist ungiftig und schadet vor allem anderen Insekten wie etwa den Bienen nicht“ so Christine Kummerow weiter.  Beim Einnebeln der Eichen wird die Städtischen Betriebe von einer professionellen Firma unterstützt, die über die nötigen Maschinen verfügt. „Diese prophylaktische Bekämpfung hat sich nach den Erfahrungen der Vorjahre als sehr effektiv erwiesen und verhinderte fast völlig den Befall im vergangenen Sommer.“ Diese Methode sei nicht nur ungefährlicher, sondern auch kostengünstiger als die spätere fachmännische Entfernung der ausgewachsenen Nester. Doch auch darauf sind die Städtischen Betriebe vorbereitet.

Empfehlungen der Unfallkasse Hessen

Für diejenigen, die sich viel in der Natur bewegen, hat unter anderem die Unfallkasse Hessen hilfreiche Empfehlungen: Spaziergänger, Jogger oder Radfahrer sollten grundsätzlich Areale, die befallen sind, eher meiden. Auf keinen Fall sollten Raupen oder Gespinste berührt werden, gut ist es auch, empfindliche Hautbereiche wie Nacken, Hals und Unterarme zu bedecken. Ist es doch zu einem Kontakt mit den Raupenhaaren gekommen, empfiehlt es sich, sofort die Kleidung zu wechseln, sich gründlich zu reinigen und auch die Haare zu waschen.

Gespinstmotte im Gegensatz unschädlich

Nicht verwechselt werden sollte der Eichenprozessionsspinner mit der derzeit ebenfalls stark auftretenden Gespinstmotte. Sie legt großflächige Schleiernetze über Büsche und Bäume, die teilweise recht kurios aussehen. „Im Gegensatz zu dem Prozessionsspinner ist die Gespinstmotte für den Menschen aber nicht schädlich“, sagt Christine Kummerow. Zu unterscheiden sind die Raupen am ehesten dadurch, dass die Motte keine Haare hat. Sie frisst die Bäume und Büsche zwar völlig kahl, „aber die Pflanzen arrangieren sich damit und treiben wieder aus“, teilt Kummerow mit. Etwa Anfang bis Mitte Juni, je nach Witterung verpuppt sich die Gespinstmotte dann, so dass sie als Falter zwei Wochen später davonfliegt. Das Gespinst an den Pflanzen muss nicht entfernt werden.


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