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Kein adventliches Treiben im Dietzenbacher Stadtgebiet

Weihnachtsmarkt-Alternativen aufgrund Pandemiegeschehen abgesagt

leerer Europaplatz
leerer Europaplatz
leerer Europaplatz

Dietzenbach hatte frühzeitig den traditionellen Weihnachtsmarkt auch für dieses Jahr aufgrund der Pandemie abgesagt. Die Kulturplanung des Dietzenbacher Capitols und auch die Mitglieder des Gewerbevereins Dietzenbach e.V. planten hingegen eine dezentrale, pandemiegerechte Alternative. Dies ist etwa vier Wochen her (Mitte Oktober 2021) und die Corona-Fallzahlen steigen seitdem unaufhörlich. Daher haben sich der Magistrat der Kreisstadt Dietzenbach in Abstimmung mit dem Gewerbeverein schweren Herzens dazu entschlossen, auch die geplanten Alternativformate „Advent auf dem Europaplatz“ und „Advent in der Altstadt“ abzusagen. Damit reagiert die Kreisstadt zum Schutze der Bürgerinnen und Bürger auf das Pandemiegeschehen und geht einen ähnlichen Weg wie die Nachbarkommunen, die bereits vielerorts Weihnachts- und Adventsmärkte abgesagt haben.

Um den Dietzenbacherinnen und Dietzenbachern doch ein adventliches Angebot bieten zu können, hatte die Kulturplanung der Kreisstadt in der Zeit vom 26. November bis 19. Dezember einen kulinarischen Anlaufpunkt mit einer Handvoll Hütten vor dem Dietzenbacher Capitol und dem Rathaus geplant. Selbiges plante der Gewerbeverein an den ersten beiden Adventswochenenden in der Altstadt. Die Anmeldezahlen waren gut und hätten ein weihnachtliches Angebot und Ambiente über die etwa drei Wochen ergeben. „Leider hat Corona auch diese Option nicht zugelassen“, zeigen sich die Koordinatoren enttäuscht.

"vernünftig, besonnen und verantwortungsvoll handeln"

Plakat zu Corona
Plakat zu Corona
Plakat zu Corona

Mit steigenden Infektionszahlen hätten allerdings auch die Hygienekonzepte der beiden Veranstaltungsorte angepasst werden müssen. Die Einhaltung der vorgegebenen Maßnahmen und die Verhaltensweisen aller Gäste so zu lenken und zu leiten, dass ein ordnungsgemäßer Ablauf gesichert werden könnte, hätte in der Verantwortung der Standbetreiber und des Gewerbevereins gelegen. Insbesondere für ehrenamtlich arbeitende Vereine, aber auch für den Gewerbeverein selbst, wären Aufwand und Verantwortung nicht zumutbar gewesen.

„Auch im zweiten Pandemie-Winter gilt es vernünftig, besonnen und verantwortungsvoll zu handeln“, so Dr. Dieter Lang. „Nach den Absagen im letzten Jahr, hätten wir uns natürlich alle ein adventliches Treiben in unserer Stadt gewünscht. Doch im Hinblick auf die steigenden Infektionszahlen ist der Gesundheitsschutz der Dietzenbacherinnen und Dietzenbacher das oberste Gebot“, erklärt der neue Bürgermeister.

Die Atmosphäre eines Adventsmarktes lebt nicht zuletzt davon, in Gemeinschaft und der Nähe der Menschen zusammen zu kommen. Zudem wären weitere Sicherheits-, Hygiene- und Abstandsregelungen zwingend erforderlich, die einem weihnachtlichen Ambiente entgegenstehen. Der Verzehr von Speisen und Getränken etwa wäre an den Ständen nicht zugelassen.

In einem Gespräch mit dem Gewerbeverein Dietzenbach wurde vorab die gemeinsame Entscheidung getroffen. Dessen Vorsitzender, Guido Kaupat, stimmt dem Bürgermeister zu: „Natürlich tut uns diese Absage weh, aber die Vernunft siegt. Die Sicherheit unserer Gäste liegt in unserer Verantwortung“. Er ergänzt: „Verschärfte Maßnahme und deren Kontrolle sind aber eben auch deutlich kostspieliger. Diese Kosten hätten wir am Ende auch auf die Standbetreiber umlegen müssen - also auch aus finanzieller Sicht wäre das nicht mehr tragbar gewesen.


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